King Arthur & der Cowboy
Samstag, traditioneller Besuch des ShakespeareFestivals in Neuss.
Seit einigen Jahren ist mindestens eine Vorstellung guter Brauch.
Theaterabende im Globe sind so ursprünglich, ihre Atmosphäre so dicht, wie ich es sonst noch nie im Theater erlebt habe.
Das liegt sicher auch an der spartanischen, aber liebevoll gestalteten Umgebung, und an dem Theaterraum selbst.
Man ist immer sehr nah am Geschehen, und immer wieder kommen Erinnerungen an
Theater-spiel-Abenteuer in der Kindheit hoch.
Ungefähr 6 Jahre alt muss ich in dem Sommer gewesen sein, meine Eltern hatten meinen Bruder und mich
bei der Omma geparkt, wahrscheinlich wollten sie ausgiebig Schützenfest feiern.
In der Nachbarschaft gab es reichlich Kinder, jüngere, ältere, und so fand sich schnell ein Grüppchen,
das mit Hilfe von Decken, Tischen, Stühlen und der Wäscheleine eine passable Bühne baute.
Die Idee zum Stück war rasch geboren, Requisiten wurden beschafft und für den Abend die Premiere für alle Bewohner
der Strasse angekündigt. Ich kann mich noch an das aufgeregte, lampenfiebrige Gefühl erinnern,
- wie gross war also die Enttäuschung als Omma auf meine Frage knapp beschied,
dass ich so spät keinesfalls noch draussen sein dürfe.
Ganz braves Kind kam ich überhaupt nicht auf die Idee, mich einfach vom Acker zu machen, sondern heulte ins Kissen,
als der Wind Fetzen von Gelächter und Beifall durchs offene Fenster trug.
Das grandiose Finale des Abends verfolgte ich am Fenster: Moni, blondbezopft und damit Neidobjekt,
gab im Vollplayback Gitte's 'Ich will 'nen Cowboy als Mahann...' zum Besten.
Diese Episode hatte ich am Samstag plötzlich vor Augen, als sich Schauspieler und Sänger unter das Publikum mischten,
und so den Zuschauerraum auch zur Bühne machten.
Die Barockmusik und die glasklaren Stimmen habe ich wohl mit jeder vorhandenen Sinneszelle aufgesogen.
Seit Februar war das mein zweiter Theater/Opernbesuch, und wie beim ersten Mal war ich sehr angerührt.
Wieder ein kleines Stück vom Glück, das ich mir so oft so viel grösser wünsche.
Bei meinem ersten Besuch des Festivals vor ein paar Jahren hat es wie aus Kübeln geschüttet,
so dass auf dem Gelände riesige Pfützen entstanden. Mit Hilfe von Europaletten konnte man halbwegs
trockenen Füsschens die Bar und 'for ladies' erreichen, und mit aller Liebe zum Detail hatte jemand kurzum
eine der Pfützen als Themse gekennzeichnet und ein paar Papierschiffchen zu Wasser gelassen....

... am letzten Tag mach' ich wohl mal selberBilderFotos, und frag nach einer Dauerkarte. Rabattiert natürlich;-)
Seit einigen Jahren ist mindestens eine Vorstellung guter Brauch.
Theaterabende im Globe sind so ursprünglich, ihre Atmosphäre so dicht, wie ich es sonst noch nie im Theater erlebt habe.
Das liegt sicher auch an der spartanischen, aber liebevoll gestalteten Umgebung, und an dem Theaterraum selbst.
Man ist immer sehr nah am Geschehen, und immer wieder kommen Erinnerungen an
Theater-spiel-Abenteuer in der Kindheit hoch.
Ungefähr 6 Jahre alt muss ich in dem Sommer gewesen sein, meine Eltern hatten meinen Bruder und mich
bei der Omma geparkt, wahrscheinlich wollten sie ausgiebig Schützenfest feiern.
In der Nachbarschaft gab es reichlich Kinder, jüngere, ältere, und so fand sich schnell ein Grüppchen,
das mit Hilfe von Decken, Tischen, Stühlen und der Wäscheleine eine passable Bühne baute.
Die Idee zum Stück war rasch geboren, Requisiten wurden beschafft und für den Abend die Premiere für alle Bewohner
der Strasse angekündigt. Ich kann mich noch an das aufgeregte, lampenfiebrige Gefühl erinnern,
- wie gross war also die Enttäuschung als Omma auf meine Frage knapp beschied,
dass ich so spät keinesfalls noch draussen sein dürfe.
Ganz braves Kind kam ich überhaupt nicht auf die Idee, mich einfach vom Acker zu machen, sondern heulte ins Kissen,
als der Wind Fetzen von Gelächter und Beifall durchs offene Fenster trug.
Das grandiose Finale des Abends verfolgte ich am Fenster: Moni, blondbezopft und damit Neidobjekt,
gab im Vollplayback Gitte's 'Ich will 'nen Cowboy als Mahann...' zum Besten.
Diese Episode hatte ich am Samstag plötzlich vor Augen, als sich Schauspieler und Sänger unter das Publikum mischten,
und so den Zuschauerraum auch zur Bühne machten.
Die Barockmusik und die glasklaren Stimmen habe ich wohl mit jeder vorhandenen Sinneszelle aufgesogen.
Seit Februar war das mein zweiter Theater/Opernbesuch, und wie beim ersten Mal war ich sehr angerührt.
Wieder ein kleines Stück vom Glück, das ich mir so oft so viel grösser wünsche.
Bei meinem ersten Besuch des Festivals vor ein paar Jahren hat es wie aus Kübeln geschüttet,
so dass auf dem Gelände riesige Pfützen entstanden. Mit Hilfe von Europaletten konnte man halbwegs
trockenen Füsschens die Bar und 'for ladies' erreichen, und mit aller Liebe zum Detail hatte jemand kurzum
eine der Pfützen als Themse gekennzeichnet und ein paar Papierschiffchen zu Wasser gelassen....


... am letzten Tag mach' ich wohl mal selber
madison - 12. Jun, 21:30
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